Kosovo, landesweit: Unterstützungsprogramm für die ländliche Wasser- und Abwasserversorgung Kosovo Phase V

Zu Beginn des Programms hatten etwa 40% der Bevölkerung im Kosovo, vor allem in ländlichen Gebieten, immer noch keinen Zugang zu Wasserversorgungssystemen oder waren auf schlecht funktionierende Systeme angewiesen, die nicht von lizenzierten Betreibern verwaltet wurden. Angemessene Abwasserbehandlung ist in ländlichen und städtischen Gebieten fast nicht vorhanden. 65% der Gesamtbevölkerung in Siedlungen profitieren von einem Abwassersystem, während nur 42% der ländlichen Bevölkerung Zugang zu einer Kanalisation haben. Es gibt keine Überwachung der Mengen und der Qualität der Ableitungen. Das Abwasser in ländlichen Gebieten wird in offene Erdkanäle oder alte und möglicherweise beschädigte Klärgruben entsorgt, die den Boden und das Grundwasser kontaminieren, was zu schlechtem Trinkwasser aus Brunnen führt.

Trotz des fortgeschrittenen rechtlichen und regulatorischen Sektorrahmens bleibt der kosovarische Wassersektor fragil, da die regionalen Wasserunternehmen (RWC) zu Beginn des Programms weit davon entfernt waren, nachhaltig zu arbeiten. Die Sammelquote beträgt nur etwa 60% und die Wasserverluste sind mit durchschnittlich 61% sehr hoch und haben sogar zugenommen. Einige Gemeinden zögerten, ihre Wassersysteme unter die RWC-Verwaltung zu stellen, da die Standards der Dienstleistungen nur schwach angewandt werden und der Schutz der Wasserquellen fehlt. Geringe Kapazitäten und hohe (technische und kommerzielle) Wasserverluste haben die Nachhaltigkeit der RWCs untergraben und in einigen Fällen zu unzureichenden Einnahmen geführt, selbst wenn nur die Betriebs- und Wartungskosten (O & M) gedeckt wurden. Im Jahr 2016 erzielten alle Unternehmen ein Verhältnis von Einnahmen zu Kosten von mehr als 1,0.

Seit 1999 hat die DEZA durch die vorangegangenen Phasen des Programms zur Unterstützung von Wasser und sanitären Anlagen in ländlichen Gebieten (RWSSP) erheblich zur Verbesserung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in ländlichen Gebieten im Kosovo beigetragen.

Ziele

Dieses Projekt ist eine Erweiterung der vorherigen Phasen. Die erwarteten Ergebnisse sind:

  1. Die RWK des Kosovo decken die Wasserversorgung der großen Mehrheit der Bevölkerung im ganzen Land ab und verwalten die Abwasseraufbereitungssysteme im ländlichen Raum;
  2. Die Wasser- und Sanitärversorgung des Kosovo ist nachhaltig.
  3. Es besteht eine kosovoweite Koordinierung der Probleme der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung im ländlichen Raum.

Um diese Ergebnisse zu erzielen, sind für dieses Projekt folgende Interventionslinien vorgesehen:

  • Bau und Verbesserung der ländlichen Wasserversorgung und Abwassersysteme;
  • Unterstützung von Wasserversorgungsunternehmen bei der Verbesserung ihrer Leistung (effiziente, zuverlässige und erschwingliche Wasserversorgung) und um nachhaltig zu werden;
  • Integration von Wasser- und Abwassersystemen in Minderheitengemeinden zum Betrieb und Management von RWC.

Projektmaßnahmen

  • Zunahme der Bevölkerung mit Zugang zu von RWC verwalteten Wasserversorgungssystemen von 66% auf 80%;
  • Erhöhung des Zugangs von ethnischen Minderheiten zu von RWC verwalteten Wasserversorgungssystemen von 50% auf 65%;
  • Reduktion von NRW durch Entwicklung und Umsetzung eines NRW-Reduktionsplans auf Basis von DMAs;
  • Realisierung von RWC-gesteuerten Wasserversorgungssystemen für 80.000 Menschen in ländlichen Gebieten.

Leistungen

Wasser und Umwelt

Gesellschaften

Dorsch International Consultants

Bausumme

14,4 Mio. €

Mitarbeiterzahl

11

Auftraggeber

Swiss Agency for Development and Cooperation (SDC)

Projektleistungen

Die folgenden Projektaufgaben wurden für Ergebnis 1 ausgeführt:

  • Auswahl / Priorisierung von Projektstandorten;
  • Organisation von Interessengruppen und Gemeinschaften;
  • Einigung über die Projektdurchführung durch eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU);
  • Ausschreibung und Überwachung des Entwurfs der Bauarbeiten;
  • Ausschreibung und Überwachung der Bauarbeiten;
  • Technische Abnahme der Bauarbeiten und Übergabe an RWC;
  • Integration von O & M in die bestehende O & M-Strategie;
  • Informationskampagnen zu rationellem Wasserverbrauch, Abwasser, Zahlungen, Wasserhygiene usw.
  • Kapazitätsaufbau von RWCs.

Die folgenden Projektaufgaben wurden für Ergebnis 2 ausgeführt:

  • Stärkung der Kapazitäten für die Investitionsplanung und -umsetzung;
  • Verbesserung der Betriebsführung von ländlichen Systemen;
  • Verbesserung des Wasserquellenschutzes in ländlichen Wassersystemen;
  • Reduzierung von Wasser ohne Einnahmen;
  • Unterstützung von RWCs bei der Vernetzung mit Fachleuten in der Region.

Für Ergebnis 3:

  • Koordinierung, Erleichterung und Steuerung der Integration nicht regulierter Versorgungssysteme in 7 Minderheitengemeinden in RWC-Operationen
  • Das Projekt hat seine Aktivitäten mit den nationalen Sektorinstitutionen abgestimmt, um diese abzudecken.

Außerdem wurden folgende Prozesse gefördert:

  • der Übergang zu einer stärkeren Nutzung der Ländersysteme;
  • Integration der Querschnittsthemen der DEZA (Gender und Governance) in allen Interventionen;
  • Gewährleistung einer angemessenen Koordinierung mit allen Programmpartnern;
  • Gewährleistung der Kontinuität der Implementierungsansätze und der Zusammenarbeit mit Partnern aus Phase IV.

Dauer

Von 2014 bis 2018

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