Dorsch Gruppe kontinuierlich auf Erfolgskurs
Nachdem die 2006 eingeleitete Neuorientierung und die damit verbundene Überprüfung aller Prozesse bis in das Jahr 2007 erfolgreich weitergeführt wurde, stand das Jahr 2008 auch für die Dorsch Gruppe im Zeichen der globalen Wirtschaftskrise. Es hat sich gezeigt, dass sich unsere strategische Neuausrichtung durch Diversifizierung der Leistungsbilder in klar definierten internationalen Kernmärkten hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und unseres Erfolges bezahlt gemacht hat. Die Entwicklung der Finanzkrise und die Auswirkungen auf den internationalen Consulting-Markt kann noch nicht umfassend beurteilt werden, es lässt sich jedoch folgende Systematik erkennen:
Im Gegensatz zu kreditfinanzierten Märkten werden in rohstofffinanzierten Märkten Bauvorhaben in der Regel ungebremst aus- und weitergeführt. Öffentliche Auftraggeber zeigen eher die Tendenz, im Rahmen von Konjunkturprogrammen die Investitionen in Infrastrukturprojekte zu erhöhen, wohingegen die Privatwirtschaft Kreditengpässen entgegen sieht. Dorsch ist in rohstofffinanzierten Märkten und aufgrund der Projektgrößen im Wesentlichen für öffentliche Auftraggeber tätig. Gepaart mit einer breiten Diversifizierung der Leistungen und der starken Präsenz in verschiedenen internationalen Kernmärkten wie das frankophone Afrika, die Arabische Halbinsel, Indien oder Südostasien ist das Unternehmen auf einen bevorstehenden weltwirtschaftlichen Abschwung strukturell vorbereitet.
Es gab daher in keinem Unternehmensbereich Korrekturbedarf für die Planung 2009, was ein erwartetes Umsatzwachstum für die gesamte Gruppe von 11% zeigt. Gleichwohl wird der weltwirtschaftliche Fortgang durch ein aktives Risikomanagement weiterverfolgt, um auf neue Entwicklungen umgehend zu reagieren. Zwar haben wir die Einschläge der Krise zu spüren bekommen, dennoch konnten wir von Maßnahmen wie beispielsweise Entlassungen oder Kurzarbeit absehen. Das Gegenteil ist der Fall: in den letzten zwei Jahren haben wir unser Personal nahezu verdoppelt. Waren im Jahr 2006 im Jahresdurchschnitt 1.180 Mitarbeiter bei der Dorsch Gruppe beschäftigt, sind es heute 1.600 fest angestellte Mitarbeiter weltweit. Unsere Erfolge erzielen wir vor allem im Ausland. Denn nach wie vor gilt, dass die rohstofffinanzierten Märkte für uns besonders attraktiv sind. Während große Infrastrukturprojekte aufgrund des ausgereiften deutschen Marktes national nur noch vereinzelt zu entwickeln sind, zeigt sich in einigen Wachstumsregionen im Ausland erheblicher Nachholbedarf insbesondere bei der Entwicklung von Flughäfen, bei der Stadtentwicklung, bei Wasser- und Umweltprojekten oder in Fragen des Transports und Verkehrs. Bei unseren Aktivitäten im Ausland konzentrieren wir uns auf Länder, deren Bruttosozialprodukt ein Wachstum von mindestens sechs Prozent aufweist. Demzufolge sind wir in vier internationalen Kernmärkten tätig: Westafrika, arabische Halbinsel, Indien sowie Südostasien.
Die ökonomische und finanzielle Konsolidierung der Dorsch Gruppe ist weitestgehend erfolgt: Das Wachstum der Gesamtleistung von fast zwölf Prozent (11,76%) in 2008 (Vj. +7,5%) zeigt, dass wir der globalen Krise trotzen und davon nahezu unberührt unseren Konsolidierungskurs fortsetzen konnten. Der Anstieg der Gesamtleistung ist im Wesentlichen der anhaltenden Expansion des Geschäftsvolumens in den arabischen Ländern zu verdanken. Die Dorsch Gruppe konnte in dieser Region im Jahr 2008 die Gesamtleistung um 47,3% nahezu verdoppeln. Mit diesen Ergebnissen verzeichnet die Dorsch Gruppe seit mehreren Jahren eine durchgängig positive Entwicklung des Geschäftsvolumens.
Die Definition internationaler Kernmärkte ist notwendig, um konzentriert und kontinuierlich über lokale Büros Marktkenntnisse zu vertiefen, sowie aktuelle Strömungen technischer, wirtschaftlicher oder rechtlicher Besonderheiten frühzeitig zu erkennen. Gerade unsere Erfahrung in internationalen Wachstumsmärkten, die jeden Tag durch eine immer dynamischere Globalisierung beschleunigt werden, bestätigt das Konzept der Kombination von lokaler Präsenz und internationaler Rückendeckung durch die gesamte Gruppe.
Bei allen Unterschieden, mit denen wir in Märkten wie dem frankophonen Westafrika, der arabischen Halbinsel, Indien, Südostasien oder Osteuropa gelernt haben umzugehen, besteht doch eine Gemeinsamkeit: Der riesige Bedarf an planerischen und baulichen Ressourcen.
Um mit der globalisierten Welt Schritt halten zu können, muss die Infrastruktur jedes einzelnen Landes auf regionaler Ebene hoch entwickelt sein. Die benötigte Transportkapazität von Personen, Gütern oder Energie kann weder heute noch in naher Zukunft gedeckt werden. Gleichzeitig steigt der Wunsch nach westlichen Standards in der kommunalen Ver- und Entsorgung in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Straßen-, Strom-, Kommunikations- oder Wassernetze werden neu konzipiert oder auf den neusten Stand der Technik gebracht. Dass es sich hier um eine langfristige Entwicklung handelt, belegt das Bedürfnis der chinesischen oder der indischen Mittelschicht nach Wohlstand und neuestem technischen Standards, das erst binnen Generationenfrist befriedigt werden kann.
Klima- und Umweltschutz sowie der sorgfältige Umgang mit den knapper werdenden Ressourcen spielen heutzutage auf der ganzen Welt eine starke Rolle. Dieser Trend ist nicht nur eine temporäre Modeerscheinung, vielmehr handelt es sich dabei um ein Thema, das zunehmend in das Bewusstsein aller Menschen gelangt – im Zeitalter der Information per Mausklick sofort rund um den Globus. Unsere Ingenieure und Architekten nehmen diese Trends auf und passen ihre Planungen an die lokalen kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen oder klimatischen Gegebenheiten an. Somit wird der Frage der Nachhaltigkeit unserer Planung von unseren Bauherren in Deutschland genauso sorgfältig geprüft wie in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Interessant ist diese Diskussion, da die Technologien für den Bau einer energieautarken Stadt bereits seit längerem eingesetzt werden. Es ist eine Frage des Wollens und nicht des Könnens. Daher sind nicht nur wir als Dorsch Gruppe begeistert von der weltweit heftig geführten Klimadiskussion, wir bekommen nun auch grünes Licht, unseren Beitrag für eine bessere Umwelt zu leisten.
„Indien, so sagen es die optimistischen Auguren voraus, wird in den kommenden Jahren den Rückstand zu den großen Rivalen in der Region aufholen und China womöglich überholen. Wachstumsraten von zehn, elf oder zwölf Prozent scheinen nach überstandener Delle nicht mehr unerreichbar zu sein“. schreibt die Süddeutsche Zeitung im Juni 2009. Mit unserem Headquarter in Mumbai, unseren fünf Niederlassungen verteilt über ganz Indien und rund 200 lokalen Mitarbeitern werden wir von dieser Entwicklung profitieren. Die Dorsch Gruppe wird dieses faszinierende und vielfältige Land nach besten Kräften in eine Zukunft auf der Grundlage nachhaltigen Städtebaus und nachhaltiger Infrastruktur begleiten.
Der Öl- & Gas-Markt in Südostasien wächst so schnell wie der Rohölpreis. DC Asia hat sich in diesem Sektor exzellente Referenzen erarbeitet und konnte im vergangenen Jahr abermals ein interessantes Gaspipeline-Projekt vor der Küste Myanmars für sich entscheiden. Aber auch im Bereich Verkehr und Flughäfen entwickeln wir uns in dieser Region, nach der Fertigstellung des neuen Internationalen Flughafens von Bangkok, überdurchschnittlich.
Aber auch die großmaßstäblichen städtebaulichen Projekte, die wir zurzeit auf der arabischen Halbinsel mit rund 600 Mitarbeitern in Abu Dhabi planen, sind Meilensteine im internationalen Planungswesen. Allein ein Stadtneubau wie „Al Wathba“, eine Stadt geplant für 140.000 Einwohner, zeigt den Status Quo aktueller Projektvolumina an, welche die Dorsch Gruppe alleinverantwortlich durchführt.
Denken wir die rasante Entwicklung der Globalisierung und die damit verbundenen Großprojekte fünf, zehn oder fünfzehn Jahre weiter, ergibt sich ein Ausblick auf Herausforderungen, vor die die Bauherren und Planer in den kommenden Jahren in sozialer, kultureller, technischer oder wirtschaftlicher Hinsicht gestellt werden.
Die Beispiele aus Regionen, in denen wir tätig sind, würden sich fortführen lassen, man muss jedoch noch einmal auf grundsätzliche Trends der Globalisierung eingehen, wie sie sich uns Planern darstellt.
Die Entwicklung des wachsenden weltweiten Gesamtbauvolumens in Kombination mit einer branchenübergreifenden Beschleunigung fällt mit einem zweiten Effekt zusammen: „Einzelprojekte werden größer, und Auftraggeber tendieren dazu, immer größere Planungspakete zu schnüren.“ Die Rolle des „Metaplaners“, der in einer Schnittstelle alle Leistungsbilder über alle Leistungsphasen abbildet und gleichzeitig als Integrator alle an der Planung beteiligten führt und koordiniert, wird heute schon von Unternehmen wie der Dorsch Gruppe übernommen. Gerade die komplementäre Verflechtung von Städtebau, Hochbau, Infrastrukturplanung und Entwicklungszusammenarbeit, die die Dorsch Gruppe als einziges deutsches Unternehmen mit eigener Mannschaft im großen Rahmen leistet, machen uns international konkurrenzfähig. Kombiniert mit einer starken internationalen Ausrichtung von inzwischen über 70% des Umsatzes im Ausland sind wir nachhaltig auf die bevorstehende Umstrukturierung des deutschen Marktes, der Auflösung der kleinteiligen Consultant-Struktur, vorbereitet. Die Strategie, in unterschiedlichen internationalen Märkten aktiv zu sein, lässt uns regionale Schwankungen besser abfedern.
Der strukturelle Aufbau der Gruppe, welcher sich in der Organisation der Tochtergesellschaften widerspiegelt, verfolgt ein Hauptziel: „Transparenz“. So wie wir mit unseren Auftraggebern und Partnern einen offenen Umgang pflegen, bieten wir als Planungskonzern eine direkte Identifikation von hochspeziellem Know-how wie „DC Wasser und Umwelt“ oder „DC Airports“ und regionaler Verankerung wie „DC India“ , „DC Asia“ oder „DC Abu Dhabi“. Als Ergebnis erhält unser Auftraggeber ein klar lesbares Angebot internationaler Beratungsleistungen auf höchstem Niveau. Die Dorsch Gruppe ist in bis zu 48 Ländern durch Tochtergesellschaften, Niederlassungen oder Projektbüros mit dem regionalen Markt verknüpft.
In dieser Verbindung von gewachsener Erfahrung mit einem offenen Blick auf zukünftige Entwicklungen liegt die Kompetenz der Dorsch Gruppe. Sie liegt im Zusammenspiel unserer Mitarbeiter in Europa, in Afrika, in der arabischen Welt, in Indien und Südostasien. Sie liegt in der Zusammenarbeit unserer über 1.600 Mitarbeiter, einer Konzentration exzellenter Talente mit globaler Reichweite und lokaler Kenntnis.