Pförring: Deichrückverlegung - Grundwassermodell

Die infolge einer Rückverlegung des Donaudeichs möglichen Auswirkungen einer Hochwasserwelle auf die Grundwasser- und Gewässersituation im Bereich Pförring (westlich von Ingolstadt) sollen mit einem Grundwassermodell quantifiziert werden.

Auf Grundlage der vorhandenen geologischen, hydrogeologischen und topographischen Daten und anhand von Grundwasserstandsmessungen wird ein instationäres dreidimensionales Finite Differenzen (FD) Grundwasserströmungsmodell aufgestellt und kalibriert.

Dies beinhaltet die Bestimmung und Diskretisierung des Modellgebietes, den Aufbau eines Geländemodells zur Beschreibung der Quartärbasis und der Geländeoberkante, die Festlegung entsprechender Randbedingungen und die Bestimmung und Verteilung hydrogeologischer Parameter.

Die Versickerung des Oberflächenwassers durch die Auelehme in die Quartärbasis wird durch einen Leakageansatz berücksichtigt.

Anhand der Stichtagsmessungen werden Durchlässigkeitswerte, Leakageparameter und die Grundwasserneubildungsrate kalibriert.

Die Deichrückverlegung Pförring wird im Rahmen des SUMAD-Projekt (Susteinable Use and Management of Alluvial Plains in Diked River Areas) geplant, das von der EU gefördert wird.

Leistungen

Wasser und Umwelt

Gesellschaften

Dorsch International Consultants

Auftraggeber

Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt

Projektleistungen

  • Ermittlung der Grundlagen und Randbedingungen
  • Entnahme von Bohrprofilen und Aufbau eines Grundwassermessstellennetzes
  • Aufbau eines Grundwassermodells für den Ist-Zustand und Kalibrierung anhand einer Stichtagsmessung
  • Aufbau eines instationären Modells zur Simulation der unterschiedlichen Prognose-Lastfälle
  • Darstellung der Grundwasserisolinien, Differenzenkarten und Ganglinien für alle Lastfälle

Dauer

Von 2004 bis 2005

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