Obernau: Neubau der Staustufe Obernau

Ansicht Schleusenkammer und Oberhaupt; Kammerwasserstand auf Unterwasser
Ansicht Schleusenkammer und Oberhaupt; Kammerwasserstand auf Unterwasser

Die Staustufe Obernau liegt an der Bundeswasserstraße Main bei Aschaffenburg und wurde von 1927 bis 1930 gebaut; die theoretische Lebenserwartung von 80 Jahren ist erreicht. Die gesamte Anlage ist in einem schlechten baulichen Zustand. Bei fortschreitender Schadensentwicklung ist davon auszugehen, dass die Betriebssicherheit gefährdet wird und die Standsicherheit in den nächsten Jahren nicht mehr gegeben ist.

Da keine Möglichkeit gefunden wurde, die Schleuse ohne nachhaltige Betriebstörungen unter laufendem Betrieb zu ertüchtigen, wurde nach Variantenstudien entschieden, dass der Bau der neuen Schliffsschleuse mit einer Nutzlänge von 300 m und einer nutzbaren Breite von 12,50 m wasserseitig der bestehenden Anlage errichtet werden soll. Der dadurch bedingte Wegfall eines Wehrfeldes erfordert den gleichzeitigen Ersatz des Wehres und des Kraftwerks.

Das neue dreifeldrige Wehr mit einer Breite von ca. 120 m soll etwa 120 m unterhalb der heutigen Wehrachse zu liegen kommen. Der geplante Neubau wird unter Aufrechterhaltung des Schleusenbetriebs durchgeführt.

Die Bearbeitung der beauftragten HOAI-Leistungsphasen 2 – 6 der Objekt- und Tragwerksplanung erfolgt durch eine Planungsgemeinschaft.

Leistungen

Wasser und Umwelt

Gesellschaften

Dorsch Group

Auftraggeber

Wasserstraßen-Neubauamt Aschaffenburg

Projektleistungen

Die Tätigkeiten umfassen neben der Qualitätssicherung und der internen Koordination die Leistungen für die Objektplanung einschließlich Entwurf-HU und Entwurf-AU und Ausschreibung für:

  • Schiffsschleusenanlage mit Vorhäfen
  • Bootsschleuse mit Vorhäfen
  • Fischauf- und -abstiegseinrichtung
  • Rückbau Wehr, Kraftwerk und Molen
  • Kosten-Nutzen-Untersuchungen
  • Ermittlung wesentlicher Bauphasen
  • Ablauf-, Bauzeiten- und Kostenpläne

Dauer

Von 2008 bis 2011

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