Jemen benötigt nachhaltige Hilfe rund um das Thema Wasser

28.04.2017

Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der arabischen Welt. Seit Ausbruch der Konflikte im Land, vor etwa zwei Jahren, hat sich die humanitäre Lage zunehmend verschlechtert, u.a. aufgrund beschädigter Trink- und Abwassersysteme. Die Dorsch International Consultants GmbH wurde seitens der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH mit der Durchführung einer Schadensanalyse im Bereich Trinkwasser- und Abwasser beauftragt. Die GIZ arbeitet im Jemen an der nachhaltigen Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie der Stärkung der Wasserbehörden/ Institutionen.

Jemen – eines der ärmsten Länder der arabischen Welt
Die Republik Jemen ist ein Staat in Vorderasien, im Süden der Arabischen Halbinsel. Er ist etwa eineinhalbmal so groß wie Deutschland und grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an den Oman, im Süden an den Golf von Aden und das Arabische Meer, im Westen an das Rote Meer. Seit Ausbruch von politischen Unruhen hat sich die Lage im Land zunehmend verschlechtert. Grund sind die extreme Nahrungsmittelunsicherheit und der Zusammenbruch der Wasser- und Sanitärversorgung in vielen Städten.

Die Situation der Bevölkerung in dieser extremen Notlage verbessern
Der Jemen leidet an einer akuten Wasserkrise, die durch die herrschenden Konflikte verschärft wird. Die Trinkwasser- und Sanitärversorgung sind ebenso unzureichend, wie die Bewirtschaftung der Wasserressourcen. Darüber hinaus haben sich die politischen Unruhen und die Verschlechterung der Sicherheitslage seit 2011 negativ auf den Wassersektor ausgewirkt. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) arbeitet die GIZ im Jemen an einer Verbesserung der Versorgung durch die örtlichen Wasserbehörden und der Stärkung der zuständigen Institutionen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, eine sichere, zuverlässige und bezahlbare Versorgung zu gewährleisten.

Dorsch International unterstützt dieses Vorhaben mit der Durchführung einer Schadensanalyse. Zu den Aufgaben gehören unter anderem:

• Bewertung des Zustands der 12 lokalen Wasserbehörden und zugehörigen Zweigstellen
• Entwicklung eines strategischen Ansatzes für technische Unterstützung und Investitionsmaßnahmen
• Vorbereitung von Kapazitätsförderungsspaketen
• Durchführung von lokalen und internationalen Workshops
• Vorbereitung spezifischer Fragebögen zur Zustandsbewertung und Datenerhebung
• Besuch und Befragung der relevanten Behörden • Schadensbeurteilung der Wasser- und Abwasserinfrastruktur
• Validierung, Bewertung und Empfehlung von Maßnahmen
• Identifizierung von institutionellen und technischen Anforderungen
• Vorbereitung von technischen Spezifikationen für benötigte Materialien
• Kostenschätzung sowie Risikoanalyse
• Empfehlung für Alternativ- und Notfalllösungen
• Berichtserstellung für empfohlene institutionelle und technische Investitionsmaßnahmen

Wichtig ist es, die Bevölkerung vor Ort zu unterstützen, die grundsätzliche Versorgung zu gewährleisten sowie nachhaltige Wasser- und Abwasserinfrastrukturen zu ermöglichen“, so Maria Scheday, Fachgebietsleiterin Internationale Kooperation bei Dorsch in München.

Pressemitteilung: Jemen benötigt nachhaltige Hilfe rund um das Thema Wasser (pdf, 505 KB)